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Von Mag. Veronika Winkler: Die Empfehlung, während der Schwangerschaft für "Zwei" essen zu müssen, gehört mittlerweile in die Kategorie Aberglaube. Umso wichtiger ist es, schon vor der Schwangerschaft ...

Schwanger? Essen Sie in jeder Phase das Richtige!

Mag. Veronika Winkler

Die Empfehlung, während einer Schwangerschaft für “Zwei” essen zu müssen, gehört mittlerweile in die Kategorie Aberglaube. Umso wichtiger ist es - schon vor der Schwangerschaft - auf eine ausreichende Mikronährstoffversorgung zu achten. Die richtige Nährstoffzufuhr während der Schwangerschaft ist für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mutter und die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung. Nährstoffe spielen sowohl präventiv als auch therapeutisch eine wichtige Rolle: sie schützen vor Entwicklungsstörungen, vermeiden oder lindern Beschwerden und unterstützen Mutter und Kind auf ihrem weiteren Lebensweg. Die Mikronährstoffaufnahme während der Schwangerschaft prägt pränatal das Risiko für Erkrankungen des Kindes im Erwachsenenalter (z.B.: Adipositas, Hypertonie). Der Mikronährstoffbedarf steigt während der Schwangerschaft zum Teil stark an. In einigen Fällen verdoppelt er sich sogar. Gemäß den DACH - Referenzwerten 2000 besteht während der Schwangerschaft ein erhöhter Bedarf an folgenden Nährstoffen: Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B6, Folsäure, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E, Phosphor, Eisen, Jod und Zink. Nicht vergessen darf man, dass die Nährstoffempfehlungen der Ernährungsgesellschaften nur für weite Bevölkerungsgruppen repräsentativ sein können und sich an gesunde Personen mit vollen Nährstoffspeichern richten. Wie viel eine schwangere Frau von einem bestimmten Nährstoff tatsächlich täglich aufnehmen sollte, hängt von ihrer Ausgangssituation und den Lebensumständen ab. Der Energiebedarf [gemessen in Kilokalorien (kcal)] ist im Vergleich zum Mikronährstoffbedarf nur leicht erhöht. Für die gesamte Dauer der Schwangerschaft wird ein Mehrbedarf von ca. 70000 kcal benötigt, dies entspricht einer zusätzlichen täglichen Aufnahme von etwa 255 kcal. Dem Körper alle benötigten Nährstoffe zu geben, ohne dabei die empfohlene Kalorienzufuhr weit zu überschreiten, ist nur mit einer besonders abwechslungsreichen und nährstoffdichten Ernährung möglich. Dabei gelten die allgemeinen "Regeln für eine gesunde Ernährung": viel Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, regelmäßig Fisch und kaltgepresste Pflanzenöle, wenig Weißmehlprodukte, raffinierte Fette und Limonaden ...

Schwangerschaftsphasen

Nicht jeder Nährstoff spielt zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft eine gleich große Rolle. Das hängt davon ab, welche Veränderungen der Körper der Frau bzw. des Embryos oder Fetus (das ungeborene Kind ab dem 3. Monat) gerade durchmacht. Auch manche Beschwerden treten besonders in einem bestimmten Schwangerschaftsabschnitt auf. Die Schwangerschaft wird in Lehrbüchern meist in drei große Abschnitte (Trimenons) eingeteilt:

1. TRIMENON (1. bis 13. SSW): Im ersten Schwangerschaftsdrittel stellt sich der weibliche Organismus auf die Schwangerschaft ein. Die befruchtete Eizelle nistet sich in der Gebärmutter ein. Fruchtwasser und Plazenta bilden sich. Der Embryo ist in dieser Zeit besonders anfällig gegenüber schädigenden Einflüssen. Es entwickeln sich Augen, Mund, die inneren Organe und das Herz. Auch die Arme und Beine sowie Finger, Zehen und Oberlippe sind bis zum Ende des ersten Trimenons voll ausgebildet.

2. TRIMENON (14. bis 26. SSW): Die meisten Schwangeren fühlen sich in dieser Phase am wohlsten. Es entstehen kaum noch Missbildungen. Schädigende Einflüsse können jedoch bleibende Veränderungen hervorrufen. Das Geschlecht des Kindes ist ca. ab der 20. SSW über Ultraschall erkennbar. Erste Bewegungen sind zu spüren. Das Kind kann Geräusche wahrnehmen, es entwickelt einen Schlaf-Wachrhythmus und beginnt, sich selbst wahrzunehmen. Ca. ab der 23. SSW hat das Kind Überlebenschancen, sollte es zu früh geboren werden.

3. TRIMENON (27. bis 40. SSW): Zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels bilden sich die Zähne unter dem Zahnfleisch des Kindes. Es kann seine Augen öffnen und zwischen hell und dunkel unterscheiden. Das Fettgewebe unter der Haut wird immer dicker und das Kind legt an Gewicht zu. Manche Frauen leiden unter der immer größer werdenden Belastung.

Vitamin-B-Komplex

Die Vitamine des B-Komplexes sind in jedem Schwangerschaftsabschnitt besonders wichtig und sollten von Beginn an (am besten schon vor Eintreten einer Schwangerschaft) in ausreichender Menge zugeführt werden. Sie sind für das Wachstum und die Zellbildung (z.B.: Blut, Nervenzellen) verantwortlich und unterstützen das Immunsystem. Die Vitamine des B-Komplexes findet man bei fast jedem Stoffwechselvorgang im menschlichen Körper. Ist der Körper an nur einem B-Vitamin mangelversorgt, so wirkt dieses als limitierender Faktor und beeinträchtigt die Wirkung der anderen B-Vitamine. Sie ergänzen und unterstützen einander optimal und sollten daher auch in einem Komplex eingenommen werden. Eine besondere Rolle bei der Prävention von Entwicklungsstörungen übernimmt die Folsäure (siehe Neuralrohrdefekte). Der Tagesbedarf an B-Vitaminen für Schwangere liegt je nach Vitamin 10 - 50 % über dem Bedarf Nichtschwangerer (DACH 2000).

Zink

Das Spurenelement Zink spielt eine bedeutende Rolle im Protein- und Nukleinsäurestoffwechsel und damit für die körperliche und geistige Entwicklung (Zellteilung und Wachstum). Damit der Fetus ausreichend mit Zink versorgt wird, bildet der mütterliche Körper vermehrt Picolinsäure, welche die Resorptionsrate von Zink steigert. Ein Zinkmangel konnte mit einem erhöhen Risiko für Fehl- und Frühgeburten in Zusammenhang gebracht werden. Der Zinkbedarf steigt während der Schwangerschaft um 50 % von 7 mg auf 10 mg /Tag (DACH 2000). Der erhöhte Zinkbedarf lässt sich über die Ernährung nur sehr schwer decken. Eine Zinksubstitution ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Vitamin A

Vitamin A ist am Hormonstoffwechsel, an der Blutbildung und an der Entwicklung des Immunsystems beteiligt. Auch die Lungenreifung sowie das Wachstum von Knochen und Schleimhäuten brauchen eine ausreichende Vitamin A Versorgung. Der Tagesbedarf von Nichtschwangeren an Vitamin A liegt bei 0,8 mg Retinoläquivalent, der von Schwangeren bei 1,1 mg (DACH 2000). Vitamin A kann teratogen (fruchtschädigend) wirken, wenn es überdosiert wird, daher sollte man bei der Einnahme von Vitamin A in großen Mengen als Nahrungsergänzungsmittel eher vorsichtig sein. Die Zufuhr von Vitamin A in Form von Beta-Carotin (Provitamin A) wird empfohlen.

Vitamin C

Vitamin C kennt man vor allem durch seinen positiven Einfluss auf das Immunsystem. Es ist aber auch ein wichtiges Bindegewebs-Antioxidans und an der Bildung des Hormons Oxytocin (Wehen auslösend) beteiligt. Oxytocin ist für die Milchbildung zuständig und wirkt Wehen auslösend und ist daher gegen Ende der Schwangerschaft von besonderer Bedeutung. Der Tagesbedarf Nichtschwangerer liegt bei 100mg, für schwangere Frauen ist dieser leicht erhöht mit 110 mg/Tag (DACH 2000).


Omega 3 Fettsäuren

Omega 3 Fettsäuren sind wesentliche Strukturkomponenten in Biomembranen. Sie beeinflussen die Entwicklung des zentralen Nervensystems des Fetus und fördern die Hämoglobinsynthese. Der Bedarf an langkettigen ungesättigten Fettsäuren ist besonders im ersten und im letzten Schwangerschaftsdrittel besonders hoch. In Interventionsstudien konnte das Wiederholungsrisiko für eine Frühgeburt bei Risikoschwangerschaften durch die frühzeitige Einnahme von Omega 3 Fettsäuren gesenkt werden. Interessant ist auch, dass Muttermilch im Vergleich zu Kuhmilch bedeutend höhere Konzentrationen an Docosahexaensäure und anderen essentiellen Fettsäuren enthält. Der Tagesbedarf liegt bei ca. 2 g.

Eisen

Eisen ist wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport. Der Eisenbedarf ist aufgrund der Zunahme des Blutvolumens bei Schwangeren vor allem im 2. und 3. Trimenon deutlich erhöht. Empfohlen wird eine Eisenzufuhr von 30 mg/Tag (DACH 2000) ab dem 4. Schwangerschaftsmonat - das ist mehr als das Doppelte des Bedarfs für Nichtschwangere (10 - 15 mg). Trotzdem sollte eine Eisensubstitution nur nach gesicherter Diagnose erfolgen, da freies Eisen toxisch wirken kann. Vitamin C fördert die Eisenaufnahme.

Magnesium

Magnesium ist ein basischer Mineralstoff und wichtiger Bestandteil vieler Enzyme und wird aufgrund der erhöhten Stoffwechselleistung in der Schwangerschaft auch vermehrt gebraucht. Magnesium ist unentbehrlich für die Ionenpumpen und hilft dadurch das Membranpotential zu stabilisieren (krampflösend!). Obwohl eine Magnesiumsubstitution zur Besserung und Vorbeugung verschiedenster Beschwerden, die während der Schwangerschaft auftreten, in Zusammenhang gebracht wird (Morgenübelkeit, Krämpfe, Ödeme, Verstopfung, Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder auch Schwangerschaftsdiabetes), ist von den Ernährungsgesellschaften für Schwangere kein erhöhter Bedarf angegeben: der Tagesbedarf von Magnesium liegt zwischen 300 und 350 mg/Tag (DACH 2000). Ca. 2 Wochen vor der Geburt sollte Magnesium nicht mehr in größeren Mengen gegeben werden, da es Wehen hemmend wirken kann.

Neuralrohrdefekt

Verschiedene Studien bestätigen einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Neuralrohrdefekten und der Folatversorgung schwangerer Frauen. Die Ausbildung des Neuralrohrs beginnt ungefähr in der dritten Schwangerschaftswoche und ist bereits eine Woche später vollständig abgeschlossen. Ein unzureichendes bzw. fehlendes Schließen des Neuralrohrs ist die häufigste Fehlbildung des zentralen Nervensystems. Die Inzidenz in Österreich liegt bei etwa einer bis zwei von tausend Geburten. Das klinische Bild des Neuralrohrdefektes äußert sich in der Spina bifida (offener Rücken) und der Anancephalie (teilweises oder komplettes Fehlen des Großhirns). Diese Fehlbildungen führen zu schwerwiegenden Behinderungen und häufig zum Tod. Durch die Gabe von Folsäure vor der Schwangerschaft und in den ersten Schwangerschaftswochen kann das Risiko für einen Neuralrohrdefekt um 50 % bis 70 % gesenkt werden. Die Risikoreduktion korreliert eindeutig mit der Menge der zusätzlich aufgenommenen Folsäure. Eine der Ursachen für den Zusammenhang zwischen Neuralrohrdefekten und Folsäure könnte sein, dass durch einen Folsäuremangel die neurotoxische Substanz Homocystein nicht abgebaut wird und fruchtschädigend wirkt. Vitamin B6 und Vitamin B12 haben ebenfalls einen senkenden Einfluss auf den Homocysteinspiegel. Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten spätestens vier Wochen vor Beginn einer Schwangerschaft zusätzlich 200 bis 400 µg Folsäure zu sich nehmen, am besten in Kombination mit allen anderen Vitaminen des B-Komplexes.

Schwangerschaftserbrechen und Morgenübelkeit

Das sogenannte Schwangerschaftshormon hCG (human Chorion Gonadotropin) ist ab der 4. SSW im Urin gut nachweisbar (Schwangerschaftstests!). Seine Höchstkonzentration erreicht es ca. in der 10. SSW. Es steht im Zusammenhang mit dem  Schwangerschaftserbrechen bzw. der Morgenübelkeit (Emesis gravidarum). Etwa 20 % aller Schwangeren sind davon betroffen. Die Beschwerden klingen meist nach der 12. SSW ab, wenn auch die Konzentration des hCG wieder gesunken ist. Vor allem Elektrolyte und wasserlösliche Vitamine gehen beim Erbrechen verloren: Diese Verluste sollten unbedingt ausgeglichen werden! Bei manchen Frauen hilft die Substitution von Magnesium (300 - 600 mg/Tag) und Vitamin B6 (150 - 500 mg/Tag)

Schwangerschaftsdiabetes

Unter Schwangerschaftsdiabetes leiden etwa 7 % aller Schwangeren. Er wird mittels eines Glukosetoleranztests - meist in der 24. bis 28. SSW - ermittelt. Risikofaktoren sind exzessive Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, starkes Übergewicht und auch eine genetische Disposition. Schwangerschaftsdiabetes kann beim Fetus für die Entwicklung einer fetalen Makrosomie mit Gerinnungsstörungen, einer Lungenreifestörung, postpartalen Hypoglykämien, Elektrolytveränderungen und für Geburtstraumata verantwortlich sein. Obwohl sich die Glukosetoleranz meist nach der Geburt wieder normalisiert, entwickeln etwa 50 % dieser Frauen innerhalb von 5 Jahren einen Typ 2 Diabetes. Bei Diagnose eines Schwangerschaftsdiabetes wird zumeist eine Diättherapie verordnet. Hier muss man jedoch sehr vorsichtig sein, denn eine einseitige Diät ist immer auch mit einer Verminderung der Mikronährstoffaufnahme verbunden. Zink ist ein Bestandteil des Zink-Insulin-Komplexes der Bauchspeicheldrüse, DiabetikerInnen scheiden im Vergleich zu Normalpersonen die 2 - 3fache Menge an Zink über die Nieren aus. Magnesium fördert den Glucoseeinstrom in die Zellen und steigert die Enzymaktivität der Pyruvatkinase (Abbau von Glukose zu Pyruvat) und damit die Glukosetoleranz! Die Spurenelemente Chrom und Mangan haben ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Glukosetoleranz. Mangan unterstützt die Pyruvatcarboxylase und fördert die Insulinsynthese. Chrom ist Bestandteil des Glukosetoleranzfaktors (auch Vitamin B3!). Die Vitamine des B-Komplexes sind am Glukoseabbau beteiligt.

Hypertonie, Proteinurie & Ödeme

Diese Beschwerden sind vor allem während der 2. Schwangerschaftshälfte keine Seltenheit. Zusätzlich zur hormonellen Umstellung kann ihnen eine Entgleisung des Säure-Basen Haushalts zu Grunde liegen. Während der Schwangerschaft entstehen vermehrt Stoffwechselsäuren, die nur durch eine bedarfsdeckende Mikronährstoffzufuhr abgebaut werden können. Außerdem ernähren sich gerade schwangere Frauen besonders proteinreich, da eine erhöhte Proteinzufuhr sehr häufig propagiert wird. Dadurch wird der Säure-Basen Haushalt zusätzlich belastet. Um den Säure-Basen Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sind vor allem die Vitamine des B-Komplexes sowie basische Elektrolyte besonders wichtig.

Präeklampsie

Wenn die schwangere Frau zusätzlich zur Hypertonie, Proteinurie und Ödemen auch noch unter subjektiven Beschwerden wie Übelkeit, Sehstörungen oder Benommenheit leidet, spricht man von Präeklampsie. An der Entstehung einer Präeklampsie scheint oxidativer Stress wesentlich beteiligt zu sein. Dies spricht für die vermehrte Zufuhr antioxidativ wirksamer Nährstoffe wie z.B.: Vitamin E, Vitamin C, Selen. Calcium: wirkt blutdrucksenkend. In Studien konnte die Präeklampsiehäufigkeit durch die Gabe von Calcium (1500 - 2000 mg/Tag) deutlich gesenkt werden. Omega 3 Fettsäuren: reduzieren die Bildung gefäßverengender Prostaglandine. Eine vorbeugende Wirkung auf die Entwicklung einer Präeklamspie wird diskutiert. Zur Behandlung einer Präeklampsie (meist durch medikamentöse Blutdrucksenkung und Überwachung der Herztöne des Kindes) sind eine stationäre Aufnahme und Bettruhe erforderlich. Eine nicht behandelte Präeklampsie kann eine Eklampsie (zusätzliche Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit) oder ein HELLP-Syndrom (Hämolyse, erhöhte Leberwerte, erniedrigte Thrombozytenzahl) und einen Schwangerschaftsabbruch zur Folge haben.

Anämie

Unter Anämie versteht man eine verminderte Anzahl der roten Blutkörperchen und ihres Hämoglobingehalts. Symptome einer Anämie sind Blässe, Schwäche und Müdigkeit. Um einer Anämie vorzubeugen oder diese zu therapieren, wird meist eine Eisensupplementierung empfohlen. Eisen ist das Zentralatom des Hämoglobins und somit mitverantwortlich für den Sauerstofftransport im Körper. Häufig wird übersehen, dass Eisen nicht der einzige Nährstoff ist, der für die Blutbildung von Bedeutung ist. Folsäure, Vitamin B1, Vitamin B6, Vitamin B12, Pantothensäure, die Omega 3- und Omega 6- Fettsäuren sowie Vitamin A und Kupfer spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle.

Schlaflosigkeit & depressive Verstimmungen

Gerade in den letzten Schwangerschaftswochen haben Frauen oft mit Schlaflosigkeit, depressiven Verstimmungen und Antriebslosigkeit zu kämpfen: Sorgen darüber, ob alles gut gehen wird, unbequeme Schlafstellungen, Völlegefühl können Ursachen dafür sein. Die Symptome korrelieren mit der Symptomatik von Vitamin B-Defiziten. Depressiv verstimmte Personen weisen häufig Zinkdefizite auf. Die Aminosäure L-Tryptophan ist die Vorstufe des Neurotransmitters Serotonin. Serotonin wirkt stimmungsaufhellend. Die Serotoninsynthese ist nur mit Vitamin B1 und Vitamin B6 möglich!

Muskelkrämpfe

Muskelkrämpfe treten während der Schwangerschaft besonders häufig auf, meistens nachts. Magnesium ist bekannt für seine spasmolytische Wirkung. Die Mineralstoffe Kalium und Calcium, die in dieser Hinsicht nicht weniger bedeutend sind, werden jedoch oft vernachlässigt.

Die Zeit nach der Geburt

Auch nach der Geburt hat die Frau einen erhöhten Bedarf an den meisten Mikronährstoffen (ganz besonders, wenn sie stillt!). Eine Schwangerschaft ist für den Körper sehr anstrengend. Das Kind holt sich von der Mutter sämtliche Nährstoffe, die es benötigt. Dabei werden die mütterlichen Nährstoffspeicher oft drastisch reduziert und müssen nach und nach wieder aufgefüllt werden. Ansonsten bleiben Lücken, die spätestens bei einer nächsten Schwangerschaft Probleme verursachen können.

Literaturangaben

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Elmadfa, I. et al: Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle 2004/2005
Fenwick, E.: Alles über Schwangerschaft und Geburt; Ravensburger Verlag, 9.Aufl.1998
Gröber, U.: Orthomolekulare Medizin; Wissenschaftliche VerlagsGmbH 2000
Kasper, H.: Ernährungsmedizin und Diätetik; Urban und Fischer Verlag, 10. Aufl. 2004
Moore, LC. et al: Epidemiology : Folate Intake and the Risk of Neural Tube Defects : An Estimation of Dose-Response. 14:200-205, 2003
Nowotny, U.: Ausgewogen essen während der Schwangerschaft; Georg Thieme Verlag, 1999
Olsen SF. et al: British Journal of Obstetrics and Gynecology: Randomised clinical trials of fish oil supplementation in high risk pregnancies.107:382-395, 2000

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