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Fragen & Antworten

Hier geben unsere ExpertInnen Antwort auf Anfragen, die telefonisch oder per Email an uns gestellt werden. Die Antworten beziehen sich entweder auf die praktische Erfahrung unserer ExpertInnen oder basieren auf Literaturrecherche. Wir übernehmen keinerlei Haftung für die Anwendung der Inhalte -  fragen Sie im Einzelfall immer Ihren Arzt oder Apotheker, da eine individuelle Abklärung stets ratsam ist.

Frage: Ist das Omega3 aus Krillöl wesentlich effektiver  als herkömmliches Omega3 aus Fischöl?

Antwort: Der große Unterschied zwischen Krill- und Fischöl liegt offensichtlich darin, dass im Krillöl die Omega-3-Fette nicht als Triglyceride, sondern als Phospholipide vorliegen und dass Krill mehr antioxidativ wirksame Substanzen beinhaltet (Astaxanthin) . Für die Wirksamkeit selbst macht das keinen großen Unterschied. Verwendet werden Omega-3-Fette vor allem auch wegen ihrer Eigenschaft ,Lipide im Blut regulieren zu können und antientzündlich zu wirken.

Letztlich ist im Fischöl der Anteil an Omega-3-Fetten prozentuell höher als im Krill und das ist für oben genannte Eigenschaften ein wichtiges Kriterium, weil man weniger Kapseln einnehmen muss, um den selben Effekt zu erreichen.Noch gibt es keine wirklich aussagekräftigen Studien dazu, welches der beiden Öle wann besser wirkt. Omega-3-Öle (egal aus welcher Quelle) wirken generell nur dann gut (um Lipidwerte zu verbessern), wenn sie über einen langen Zeitraum eingenommen werden.

Es spricht nichts dagegen, zu den "herkömmlichen" Fischölen zu greifen, achten Sie allerdings auf den Gehalt an EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). Wir Menschen können leider nur sehr wenig EPA und einen verschwindend kleinen Anteil an DHA aus den kurzkettigen omega-3-Fetten produzieren.

Frage: Ist es erforderlich, zu einem Eisenpräparat immer ein Vitamin C Präparat dazuzu empfehlen, damit die Aufnahmefähigkeit verbessert wird?

Antwort: Vitamin C fördert die enterale Eisenresorption. Vitamin C schützt 2-wertiges Eisen vor der Oxidation zu schwerlöslichem und somit schlechter resorbierbarem 3-wertigem Eisen.... Vitamin C soll zusätzlich die Stabilität von intrazellulärem Ferritin erhöhen und dadurch die Phagozytose in die Lysosomen verhindern, in denen Ferrritin in Hämosiderin umgewandelt wird, dessen Eisen nur schwer bioverfügbar ist. (Aus: Uwe Gröber: Arzneimittel und Mikronährstoffe, 2007)

Frage: Ist die Mitochondrienanzahl einer Zelle durch Mikronährstoffzufuhr positiv beeinflussbar, so dass mehr Motochondrien gebildet werden oder kann man nur ein vorzeitiges Absterben verhindern?

Antwort: Die Mitochondrienanzahl lässt sich nur durch Training beeinflussen. Ein mehrwöchiges Ausdauertraining führt aufgrund verminderter Laktatproduktion bei gegebener Belastung und Steigerung der Laktat-Clearance zu einer Reduktion der Blutlaktatkonzentration bzw. einer Rechtsverschiebung der Blutlaktatkurve. Diese Effekte werden mit einem verminderten Kohlenhydratverbrauch, einem Anstieg der Mitochondrienanzahl sowie einer vermehrten enzymatischen Aktivität der Muskulatur erklärt.Durch Nährstoffe lässt sich aber die Mitochondrienfunktion verbessern und die Integrität der Mitochondrien fördern.